Karate gegen Burn-Out: Studie der UNI Regensburg

Gruppe-PK-DKV

„Karate - Gesund für Körper, Geist und Seele?"

Am 26.09.2014 luden der Bayrische Karate Bund (BKB) und Deutsche Karate Verband (DKV) zu einer Pressekonferenz in die Universität Regensburg ein. Grund war die Vorstellung der Ergebnisse der Studie „Einfluss eines DKV-Karate-Trainings und eines MBSR-Achtsamkeitstrainings auf psychische Gesundheit und kognitive Leistung bei Erwachsenen im mittleren Lebensalter".

Unter anderem gab es mit dem WKF Präsidenten Antonio Espinos und Jochen Wollmert (6-facher Gold-Medaillen Gewinner im Tischtennis bei den Paralympics) prominente Gäste. Die Ergebnisse der Studie wurde von Dr. Katharina Dahmen-Zimmer vom Institut für Psychologie und Prof. Dr. Petra Jansen vom Institut für Sportwissenschaft (Universität Regensburg) vorgestellt.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Karate Verband e.V. und dem Bayerischen Karate Bund e.V. durchgeführt.

Ergebnisse in der Zusammenfassung von Dr. Katharina Dahmen-Zimmer:

KatharinaAusgegangen wurde von dem Befund, dass psychische Belastungen, Zeitdruck oder Stress bei vielen Menschen zunehmend zu Erschöpfungszuständen und Depressionen führen. Bei ständiger Herausforderung ohne die Möglichkeit zur Regeneration (Distress) kann es zu negativen und Krankheit auslösenden Folgen kommen.

Inzwischen sind psychische Erkrankungen sogar eine der Hauptursachen für Arbeitsunfähigkeit oder den vorzeitigen Gang in den Ruhestand. Sowohl ein Bewegungs- als auch ein Entspannungstraining können solchen Erschöpfungszuständen entgegenwirken und dabei Wohlbefinden und Ausgeglichenheit stärken. Insgesamt nahmen 55 Personen im Durchschnittsalter von 63 Jahren für acht Wochen entweder an einem DKV-Karate-Training, an einem Übungsprogramm zur Stressbewältigung durch Achtsamkeit, oder an einer Warte-Kontrollgruppe teil.

Vor- und nach der Trainingsphase wurden psychologische Testverfahren durchgeführt. Trainiert wurde acht Wochen lang zweimal wöchentlich. Geleitet wurde das Karatetraining von Wolfgang Weigert. Nach dem Training hatte die allgemeine positive Gestimmtheit der Karate-Gruppe deutlich zugenommen. Im Gruppenvergleich zeigt sich eine signifikante, also überzufällige Verbesserung im Hinblick auf die psychische Gesundheit insbesondere eine Reduktion ängstlicher und depressiver Gefühle.

TeilnehmerAn dieser positiven Veränderung beteiligt sind wohl zum einen die erlebte „Selbstwirksamkeit" beim Karate-Training, als auch die erforderliche hohe Konzentration, die ein depressives „Gedankenkarussell" stoppen kann. 

Die Achtsamkeits-Gruppe verbesserte sich deutlich im Hinblick auf Gelassenheit sowie einen gefühlten Mangel an sozialen Kontakten. Zusätzlich zeigen die Resultate nur bei der Karate-Gruppe eine deutliche Steigerung der kognitiven Leistungsgeschwindigkeit, der Fähigkeit Informationen schnell und effizient zu verarbeiten.

Fazit:
Insgesamt zeigt die Studie, dass auch bei Anfängern im mittleren Erwachsenenalter die psychische Gesundheit und kognitive Leistungsgeschwindigkeit durch ein Karate-Training wirkungsvoll gefördert werden können.

Neben der Präsentation der aktuellen Ergebnisse dieser außergewöhnlichen Studie, plant BKB / DKV Präsident Wolfgang Weigert bereits dem noch eins oben drauf zu setzen. Es ist angedacht, in Zusammenarbeit mit der Noris-Arbeit GmbH Stadt Nürnberg eine weitere Studie in Hinblick auf Langzeitarbeitslose und Wiedereingliederung anzusteuern.

Für eine kurze Karate-Demonstration war Steffi Nagl mit ihren „Oldis" anwesend und zeigte mit ihrer Gruppe, wie man sich durch einen gesunden Sport auch im hohen Alter noch steigern und fit halten kann. Im Anschluss bedankte sich Wolfgang Weigert nochmals bei allen anwesenden Pressevertretern, Mitwirkenden und Gästen, aber vor allem auch bei den Verantwortlichen Katharina und Petra von der Uni Regensburg.

Bericht & Bilder: Melanie Müller 
Quelle: DKV www.karate.de

Weiterqualifizierung unserer SV-Lehrer

Das wir bei großen Wert auf die Aus- und Fortbildung unserer Trainer legen, ist ja weitreichend bekannt.

Aber mit einer Grundqualifizierung alleine ist es meist nicht getan.

Unsere beiden Selbstverteidigungs-Trainer André Voitel und Daniel Reicharts zählen seit Ende September zu den ersten Karateka des DKV mit der Qualifikation SV-Lehrer 3 (Stufe Gold).

Nach den ersten beiden Stufen im Jahren 2012 und 2013, konnnen unsere beiden SV-Experten ihr umfangreiches Wissen nochmals vertiefen und erweitern und somit dann letzlich auch allen Mitgliedern zu Gute kommen lassen.

Herzlichen Glückwunsch!

 

In der Zeit vom 25.09.2014 bis 28.09.2014 fand im Deutschen Karate Verband eine Premiere statt. Nach dem bereits mehrfach sehr erfolgreich durchgeführten Grundmodul des Selbstverteidigungslehrers in der Stufe 1 (Bronze) und der darauf aufbauenden Stufe 2 (Silber) wurde dieses Angebot zum ersten Mal um eine dritte Stufe (Gold) erweitert. Ging es in den ersten beiden Seminaren noch hauptsächlich darum, Methoden und Trainingsinhalte zu vermitteln, die bei den Teilnehmern die Kompetenz entwickeln sollten, ein qualitativ hochwertiges Training zu gestalten, lag der Schwerpunkt in dem neuen Seminar darauf, die persönliche Kompetenz eines jeden einzelnen Teilnehmers im Bereich der Selbstverteidigungzu steigern.

Und dafür haben sich die Trainer Ulrike Maaß, Wolfgang Henkel, Jürgen Kestner, Sven Burkard und Willm Wöllgens einen einfach unglaublichen Seminarplan für diese vier Tage einfallen lassen. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde starteten wir mit dem ersten Training: 
Zwei Stunden Techniktraining in Partnerübungen mit dem erklärten Ziel, uns auf die kommenden Tage richtig einzustimmen. Und dieses Ziel wurde definitiv mehr als erreicht. Um es mit Ulrikes Worten zu sagen: Die Halle brannte. Tatsächlich war die Motivation für uns im Raum fast greifbar.

In den nächsten beiden Tagen verließen wir dann den Schonraum und gingen in verschiedenste Szenarientrainings. Die Trainer überraschten uns bereits mit Beginn des zweiten Tages an ungewöhnlichen Orten und mit einer Vielzahl von ausgeklügelten Szenarien, die es für uns zu meistern galt. In den Szenarien fand sicherlich jeder Teilnehmer seine Rolle, wenn es darum ging, für seine Trainingspartner den „bösen Buben" zu spielen. So wurden die Angegriffenen immer wieder in Stresssituationen versetzt, die sie zu meistern hatten. Es war schön mitzuerleben, wie sich jeder Teilnehmer in den Trainings immer weiterentwickelte und mit der Zeit immer souveräner in den Situationen handelte.
Ich könnte noch seitenweise über dieses Szenarientraining schwärmen. Aber mehr kann ich euch nicht erzählen. Ich will euch nicht den Spaß nehmen, es selbst auszuprobieren.

Neben dem Szenarientraining fanden natürlich auch immer wieder Techniktrainings statt. Außerdem haben wir viel über Personal Coaching lernen dürfen. Dies fand im Bereich der Technik seinen Höhepunkt in einem Abschlussparcours, der uns noch einmal alles abverlangte, was wir in den vergangenen Tagen gelernt hatten. Im Bereich des Coachings hatten die Trainer noch ein besonderes Geschenk für uns. Für jeden einzelnen gab es zum Abschluss noch ein individuelles Feedback, dass nur der jeweilige Teilnehmer zu hören bekam. Die Trainer beobachteten uns den ganzen Lehrgang über und gaben jedem eine überraschend persönliche Rückmeldung über Stärken und Schwächen.

Insgesamt war dies ein Lehrgang, den ich ohne zu zögern weiterempfehlen muss. Ich denke, ich kann für uns alle sprechen, wenn ich sage, dass diese vier Tage einfach unschlagbar waren. Danken möchte ich deswegen noch unseren fünf Trainern. Man konnte die Mühe und Arbeit spüren, die sie sich für uns gemacht haben. Und was wir auf fachlicher Seite gelernt haben, ist sowieso kaum in Worte fassbar. Ich will mich aber auch noch einmal bei allen Mitstreitern bedanken. Auch aufgrund eurer hohen Motivation und Ernsthaftigkeit bei der Sache – verbunden mit viel Spaß - war dieser Lehrgang so erfolgreich.

Daniel Reicharts

Nachruf

Wir trauern um Ernst Schillen

Hatsuun jindo -
Laß die Wolken ziehn - gehe Deinen Weg!

Ernst Schillen
(* 01.09.1948  †08.09.2014) 

Wir trauern um unseren lieben Freund, Trainer und 2.Vorsitzenden.

Er hinterlässt auch bei uns eine große Lücke, die nicht geschlossen werden kann.

Wir werden ihn schmerzlich vermissen und ihm im Herzen ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Neue Übungsleiterin im Karate Dojo Vulkaneifel e.V.

 

Nachdem bereits Maik Lüders im Mai 2014 die sportartübergreifende Ausbildung zum Übungsleiter C Breitensport erlangt hat, folgte ihm nun Linnea Rogowski, die diese Ausbildung zur Übungsleiterin C Breitensport im Profil 'Kinder
und Jugendliche' 
im Rahmen eines FSJ erfolgreich ablegen konnte.

 

Beide werden im Herbst noch ihre Karate-spezifische Lizenz zum Trainer-C Leistungssport Karate absolvieren.

 

Herzlichen Glückwunsch!

 

(c) 2016 Karate Dojo Vulkaneifel e.V.